Volterra

Volterra, mit ihrer imposanten Stadtmauer, die die Stadt beschützten sollte, herrschte von dem Hügel oben über das Tal. Zahlreiche archäologische Fundstücke haben als Zeugnis der etruskischen Epoche die Zeit bis heute überdauert.
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Iterra, oder mit etruskischem Namen Velathri genannt, war eine der wichtigsten Städte der etruskischen Konföderation. Die rund 7.300m lange Stadtmauer entstand am Ende des 4. Jahrhunderts v.Chr. und wurde nicht nur zum Schutz der Siedlungen und des Stadtzentrums errichtet, sondern auch zum Schutz der Brunnen, Anbauflächen und Weiden, die sehr oft von fremden Völkern angegriffen wurden. Über Volterra herrschten nacheinander die Franken, dann die Langobarden und schließlich die Römer, welche den Namen in Volaterrae änderten. Anschließend wurde es der Herrschaft der Florentiner und der Herrschaft des toskanischen Großherzogtums ausgesetzt. Schließlich wurde im Jahr 1860 fast einstimmig für die Anschließung an das Königreich Italiens gestimmt.
Man kann die Stadtmauer heute größtenteils noch besichtigen: die zwei Stadttore, Porta Diana und Porta dell’Arco, sowie die alte Akropolis, welche verschiedene Gebäude und die Grundmauern zweier alter Tempel beherbergt. Als Zeugnis der „vorbeigezogenen“ römischen Epoche bleibt das faszinierende römische Theater, das auf einer Seite des Hügels erbaut wurde und an die Form eines Amphitheaters erinnert. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die man unbedingt besichtigen sollte, ist ohne Weiteres die Fortezza Medicea, die in zwei Teile gegliedert ist. Einen Teil stellt die Rocca Nuova dar, die nach dem Willen von Lorenzo il Magnifico selbst erbaut wurde und heute in ihrem
Innern ein HochsicherheitsgefängnisDie andere, wahre Geschichte ist mehr an der heutigen Zeit: Während der langen Jahre des zweiten Weltkrieges war dieser Abschnitt des Flusses Teil von schon vielen Heldentaten der Widerstandkämpfer gegen die Naziarmeen. Direkt in der Nähe des Masso fanden die blutigsten Gefechte statt. Der Felsen war früher nämlich ein Strategiepunkt, von dem aus die Partisanen Wache hielten. Genau deshalb versuchten die Deutschen die Kontrolle über diese strategische Position zu erlangen.

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